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Herzlich willkommen bei Brot für die Welt in Hamburg
|| Hamburg > Wir engagieren uns für Klimagerechtigkeit!

Wo bleibt die Klimagerechtigkeit in Brüssel?

Brüssel-Reise zur EU-Klimapolitik

Ende März haben sich 20 entwicklungspolitische Akteure der Nordkirche auf den Weg nach Brüssel gemacht, um mehr über die EU-Klimapolitik zu erfahren.

  • Wie gestaltet sich die Klimapolitik der Europäischen Union?
  • Wer entscheidet was und welche Rolle spielt eigentlich Klimagerechtigkeit dabei? D. h. inwiefern praktiziert die EU eine finanzielle Entschädigung der so genannten Entwicklungsländer (Opfer des Klimawandels) durch die sogenannten Industrieländer (Verursacher des Klimawandels)?

Unsere Gesprächspartner waren unter anderem das Hanse Office, der WWF, Brot für die Welt, Abgeordnete des Europaparlaments und viele mehr. Organisiert wurde die Reise vom Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche.

Das Engagement der Akteure in Brüssel ist groß und angesichts der vielen Herausforderungen unverzichtbar. Die Auswirkungen des Engagement in die Umsetzung von politisch relevante Entscheidungen ist leider oft noch viel zu gering: Die Forderungen der umwelt- und entwicklungspolitischen Verbände in Brüssel, werden zwar gehört und ernst genommen, aber in der Umsetzung stark abgeschwächt, durch die Kompromissbildung der 28 Mitgliedsstaaten der EU.
Die meisten klimarelevanten Entscheidungen für die Weltklimakonferenz im kommenden Dezember in Paris sind jedoch schon gefallen, was nicht heißt, dass es weiterhin viel zu tun gibt. Der Klimawandel und der Einfluss des Menschen auf diesen sind mittlerweile unumstritten. Gerade die Länder und Regionen der Welt, die ohnehin unter Armut und Hunger leiden, sind am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen, der maßgeblich von den Industrienationen verursacht wird. An dieser Stelle stellt sich die Frage der Klimagerechtigkeit. Diejenigen, die am stärksten mit dem Klimawandel zu kämpfen haben, sind nicht dessen Hauptverursacher.

In den Gesprächen in Brüssel wurde deutlich, dass die EU einen wichtigen Beitrag gegen den Klimawandel leisten muss und Deutschland immer noch eine wichtige Vorbildfunktion einnimmt, die auch von Frau Merkel erwartet wird. Dabei kann beispielsweise der europäische Emissionshandel helfen, der die Treibhausgasemissionen senken soll. Außerdem wird überlegt, wie die Länder unterstützt werden können, die bereits jetzt unter den Folgen des Klimawandels leiden. Auf internationaler Ebene wurde hierfür der Green Climate Fund eingerichtet. Der Fonds soll Klimaprojekte und Anpassungsmaßnahmen fördern, versprochene Zahlungen der Industriestaaten lassen jedoch weiterhin auf sich warten.

Die 96 deutschen EU-Abgeordneten sind sehr an einem engen Austausch mit der Deutschen Zivilgesellschaft interessiert und freuen sich über Briefe, Einladungen in die Regionen und sonstige Anregungen für ihre politische Arbeit in Brüssel. Also treten Sie in Kontakt und nutzen Sie dieses explizit uns gegenüber geäußerte Kommunikationsangebot!

Brot für die Welt setzt sich in Berlin, Brüssel und weltweit dafür ein, dass die Folgen des Klimawandels gemildert und eine nachhaltige und zukunftsfähige Lebens,- und Wirtschaftsweise gefördert werden.
Aktuelle Informationen zur klimapolitischen Arbeit von Brot für die Welt:
http://info.brot-fuer-die-welt.de/thema/klima-Umwelt

Gerne berichten wir auch in Ihrer Gemeinde über das Thema:
"Klimagerechtigkeit – was geht uns das an."


Weitere Informationen zur Klimakampagne der Nordkirche
http://www.kirchefuerklima.de

 

 

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